Trost
»dto.«
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Sonja Eismann,
Sonja Eismann
Annika Line Trost ist eine Hälfte des Berliner scandalous Electro-Trash-Duos Cobra Killer, das auf seiner Claim-to-fame-Liste nonchalant mit Auftritten als Vorband zu Sonic Youth und als Hauptact nach Peaches wedeln kann. Auf dem selbstbetitelten Solodebüt, bei dessen Artwork sich die Spandauerin als angegruftete Domenica-Vampirella in Szene setzt, ist vom aggressiven Beat-Geknüppel der Killer-Liveshows wenig zu spüren. Die 14 Songs, zum Großteil im kurzen Miniaturen-Format, versprühen stattdessen übergeschnappte, garagige 60s-Lo-Fidelity. Countryesker Trash mit girly Hillbilly-Vocals übergibt an verkratzte Western-Doom-Sinfonien, ein psychedelisch surfender Big Beat wechselt sich mit groovy Sampledelia ab, und alles wird von Trosts trügerisch mädchenhafter, verzerrter Stimme zusammengehalten, die fröhlich ihren Namen auf irgendeinen Arsch tätowieren will oder über Douchebags, ein so genanntes feminines Hygieneprodukt sowie ein deftiges Schimpfwort, skandiert.
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