BEWERTEN
 

Sora

»Re.sort«

[Plop]

Text: Christoph Büscher, Christoph Büscher

Glücklich flirrend-klickender Fragmentsound, so ungreifbar und harmonisch zugleich. Was braucht man mehr, um die kalte Jahreszeit zu überstehen? Hinter Sora steckt der Japaner Takeshi Kurosawa, aber die asiatische Herkunft dürfte in diesem Fall wohl keine Rolle spielen, denn warme Glitsch- und Analogsounds mag man rund um den Globus. Sora malt seine impressionistischen Soundcollagen auf einem flirrenden Frequenz-Hintergrund, für den diverse digitale und analoge Quellen durch Effektbänke, Filter und Granularsynthese gejagt werden. Darauf tupft er dann aparte Jazz- und Bossa-Samples, die geheimnisvoll und elegant zugleich daherkommen.

Man könnte Parallelen zu Landsleuten wie Fonica aufstellen, ›Traces‹ lässt mich wohl wegen der Vocals kurz mal an Wunder denken, und natürlich wäre dies hier auch eine ideale Platte für Tomlab. Man kann sich aber auch einfach zurücklehnen und es sich in diesem wunderbar schwerelosen Raum zwischen akustischer Textur und Technologie bequem machen.



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