BEWERTEN
 

Lisa Gerrard & Patrick Cassidy

»Immortal Memory«

[4AD / Indigo / VÖ: 26.01.2004 ]

Text: Boris Fust, Boris Fust

Auch wenn Dead Can Dance dereinst natürlich stilprägend für diverse Bands, ja für einen gesamten Sound waren, wirkt Lisa, seit sie als Solo-Künstlerin unterwegs ist, doch irgendwie befreiter. Vielleicht ist es der Wegfall des Gothic-Missverständnis, das DCD ja ewig und drei Tage nachhing, und dessen Lisa solo ja völlig enthoben ist. Vielleicht ist es aber auch nur die Freude der Künstlerseele, sich komplett persönlich ausdrücken zu können. Wie dem auch sei, nach diversen Soundtrackarbeiten (u.a. für komisches Zeug wie den gefloppten Patrioten-Blockbuster ›Black Hawk Down‹ aber auch für ›Whalerider‹, sowie für ›Gladiator‹, für den sie den Golden Globe erhielt und eine Oscar Nominierung) hier nun wieder ein reguläres Album.

Und was für eins. Düster, orchestral, Rahmen sprengend und unheimlich intensiv. So klingt eben nur Lisa Gerrard. Die Songs ›Abwoon (Our Father)‹, ›Amergin's Invocation‹ und auch ›I Asked For Love‹ dürften nicht nur bei den Fans der sympathischen Dame zu Hits werden.



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