Dover
»The Flame«
[Virgin / Emi / VÖ: 26.01.2004 ]
Text:
Thomas Markus,
Thomas Markus
Dover zählen seit bald einem Jahrzehnt zu Spaniens Vorzeige-Gitarren-Fraktion. Die Schwestern Cristina (Gesang/Gitarre) und Amparo Llanos (Gitarre) melden sich mit ihrem bereits sechsten Album. Geboten werden zwölf Songs in einer guten halben Stunde, was auf eine Besinnung auf das Wesentliche schließen lässt. Derartige Herangehensweise wurde in letzter Zeit gerade durch namhafte The-Bands forciert. Aber bei Dover liest man kein The – und hört es auch nicht. Dover haben ihre Einflüsse in einer Ära, die ohne Artikel im Bandnamen und 60s-Garage-Punk-Reminiszenzen auskam. Ich denke da an Violent Femmes, den Punk’n’Roll von Social Distortion, aber auch an spätere Helden wie Nirvana, und bei raueren Passagen kommen einem bisweilen Assoziationen zu Kathleen Hanna.
Speedway, die Formation aus Schottland um Frontfrau Jill Jackson, liefert mit ›Save Yourself‹ ihr Debüt ab. Der Vierer bleibt in der bei Dover beschriebenen Kaugummihaftigkeit direkt kleben. Lassen wir Per und Marie von Roxette den Gain-Regler von fünf auf neun drehen, Amanda Marshall ihren Soul zu Hause vergessen und Vonda Shepard Gitarre spielen. Durchzug galore. In einer großen Teenie-Zeitung, die auch der Kelly Family zu Erfolg und kurzen Haaren verhalf, war zu lesen: Speedway rocken total. Noch Fragen?
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