BEWERTEN
 

Kevin Devine

»Make The Clocks Move«

[Defiance / Zomba / VÖ: 19.01.2004 ]

Text: Christian Wessels, Christian Wessels

Irgendwann erreicht man den Punkt, an dem Fußball-Nationalspieler und relevante Musiker zu mehr als 50 Prozent jünger sind als man selbst ... Kevine Devine ist 24, lebt in New York und steht hauptberuflich den, na ja, Emos von Miracle Of 86 vor. ›Make The Clocks Move‹ ist nach ›Circle Gets The Square‹ sein zweites Solo-Album. Aufgenommen bereits im vergangenen Sommer, durch und durch erfüllt von indiefolkigem Songwritertum, featurt es in erster Linie Kevin und seine Gitarre. 14 Songs, sehnsüchtig, aber nicht peinlich, elektrisch nur, wenn’s sein muss. Mit brüchiger Stimme singt er von seinem Leben. Vom Land, in dem er lebt. Von der Stadt, in der er wohnt.

Von seinen Eltern, der Highschool und den Mädchen, die er gerne kennen würde: »So tonight I will call you and try to say ›Thank you for being the sun on my face. I know the world’s almost over but you make it seem better and I hope for you I did the same.‹« Das verströmt reichlich spröde Lieblichkeit. Nicht spektakulär, aber ganz weit entfernt von beliebig. Eben der besondere Reiz der Momentaufnahme, die sich durch ihre Flüchtigkeit besonders nachhaltig im Kopf verhakt: »We could be a snapshot framed and hung like a portrait. What if that’s true and I’m the only one who knows it?«



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