BEWERTEN
 

Chib

»Moco«

[FatCat / Indigo / Hausmusik]

Text: Christian Steinbrink, Christian Steinbrink

Chib ist eine Tokioter Künstlerin und legt mit ›Moco‹ ihr Debüt vor. Ihr Songmaterial hat zwar vorerst nur für ein Mini-Album gereicht, aber auch auf dieser Strecke hinterlässt sie mich recht ratlos. Denn ihre fragmentarischen, rein instrumentalen Tracks sind zwar streckenweise recht interessant, lassen aber insgesamt einen roten Faden vermissen. Sie nutzt Samples und Synthesizer, außerdem setzt sie sich hin und wieder auch selbst ans Klavier oder webt andere analoge Instrumente in ihren Sound. Rhythmische Parts bleiben weitestgehend aus. Downtempo-Nummern wechseln sich mit sphärischen Klangkonstrukten ab. Wenn sie ihre Tracks auf einfachen Harmoniespuren aufbaut, passt sie in das Raster von Acts, die gegenwärtig unter dem Begriff »Elektrofolk« subsumiert werden, wie z.

B. die Books. Ansonsten bleibt ein Fragezeichen in Sound. Die acht Stücke tragen knappe, mysteriöse Namen, die auch nicht mehr über Chibs Intentionen verraten. Womöglich liegt es aber auch an der Kürze der Platte, dass kein bleibender Eindruck entstehen will. Eine der Ecken von Avantgarde, die ich nicht nachvollziehen kann, aber vielleicht ändert sich das mit einer Full-Length-Veröffentlichung.



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