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Melissa Auf Der Maur

»Auf Der Maur«

[Labels/Emi / VÖ: 30.01.2004 ]

Text: Till Stoppenhagen, Till Stoppenhagen
[4 Kommentare]

›Beautiful melodies over heavy, heavy riffs‹, war Melissa Auf Der Maurs ebenso schlichtes wie erschöpfendes Statement zu ihrem Soloalbum – gesundes Vertrauen in das eigene Werk. Denn was die Ex-Bassistin von Hole und Smashing Pumpkins aus morbiden Alice-In-Chains-Harmonien und Pumpkins-Bombast macht, ist – anders, als man erst mal vermuten sollte – absolut großartig. Sie bricht nicht ein in die Männerdomäne des brachialen Rock, um sie neu zu besetzen und umzuwerten (L7, Hole), sondern nimmt sich ganz selbstverständlich, was sie von deren Zeichenvorrat gebrauchen kann – und ignoriert diese Ästhetik ansonsten weitgehend. Ihre Monsterriffs wirken nie monumental und erschlagend, ihr Gesang klingt auch in den bitteren Passagen nie spröde oder verletzlich, sondern selbstbewusst und abgeklärt.

Mit schmerzhaften Erfahrungen wird sie lieber fertig, als sich in ihnen zu aalen, und irgendwelches vulgar display of power braucht sie auch nicht. Sie weiß, wie Rock heute noch funktionieren kann.



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  • User: shivagrace
  • shivagrace 24.09.2004 | 14:52:47

    word,verdammt,word!!
    awesome!!

  • Chimpie 24.09.2004 | 15:35:17
    "DA!"
    Sehr gute Platte, da stimme ich zu.

  • voidoidRS 24.09.2004 | 15:48:10

    na ja, man kanns übertreiben.
    die platte hat meiner meinung etwas ungerechtfertigt viel zu gute kritiken bekommen. im grunde ist es nichts anderes als das, was die smashing pumpkins und hole mitte der neunziger gemacht haben. ken wunder, die maur war ja in beiden bands beschäftigt.
    "follow the waves" ist ganz nett, vom rest ist mir nicht viel hängengeblieben.
    ***

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