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The Mass

»City Of Dis«

[Monotreme / Cargo / VÖ: 12.09.2007 ]

Text: Carsten Schumacher, Carsten Schumacher

The Mass kommen aus der kalifornischen Schule Mr. Bungles. Aufs Feisteste miteinander abgestimmt, spielt das Quartett mit sich selbst Hase und Igel und streunt dabei quer durch den Jazzpunkmathrock-Garten des alten Herrn Zorn und seines Neffen Fantômas. Die Schreie haben so manches Mal die Dimension von Neurosis-artiger Verzweiflung, und das leidenschaftlich gequälte Saxophon kann streckenweise mit dem Aufmerksamkeitsdefizit eines Free-Jazzers mithalten, doch das steht in keinem Verhältnis zu den rhythmischen Fugen, die da durch den Ablauf pogen. Dann rumpelt’s wieder im Gartenhaus, und Matt Waters Stimme klettert die Grindcore-Leiter runter zu den Gutturallauten.

Humor und Spielfreude machen da so manche Prügelei zu einer unterhaltsamen Schlittenfahrt. Niemand weiß dabei genau, wo die Reise hingeht, aber Pauschaltouristen werden auf The Mass eh nicht einchecken. Für den Hintergrund ist ›City Of Dis‹ sicherlich auch nicht wirklich gut, sondern wirkt wie leidenschaftliches Bücher-Lesen während einer ausgedehnten Serpentinenfahrt. Wenn man allerdings zwei oder drei Durchläufe mit offenem Mund hinter der Anlage verbracht hat, kann man das Gehörte sogar in Auszügen wiedergeben und damit in seinem Umfeld erstaunliche Reaktionen erzielen.



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