Ferris MC
»Audiobiographie«
[Yo Mama / Sony / VÖ: 06.10.2003 ]
Text:
Hannes Loh,
Hannes Loh
[14 Kommentare]
Ferris hatte meiner Ansicht nach seine beste Zeit bei F.A.B., als Freak an Immos Seite. Das ist ein hartes Urteil, aber sein drittes Soloalbum ›Audiobiographie‹ kann mich auch nicht vom Gegenteil überzeugen. Obwohl ich von den Beats streckenweise wirklich angetan war, bleibt mir Ferris’ Auftreten zu kalkuliert. Ich nehme ihm die Mongo-Assi-Arschloch-Tour nicht ab. Schon der erste Track spekuliert auf eine Eminem’eske Selbstinszenierung: Ferris in der Ecke, konfrontiert mit allen möglichen Vorwürfen: Gewalttätigkeit, Asozialität, Sexismus – die ganze Palette, und Ferris scheißt drauf und zeigt allen einfach den Dicken. Abgesehen davon, dass das nicht wirklich originell ist, funktioniert diese debile Härte sowieso nicht mehr in einer Szene, wo jedes Release von Aggro-Berlin einen Ferris MC abschaummäßig locker in die Tasche steckt.
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Yoerk 04.10.2003 | 09:12:56
dumpfes rumgepose, das ins lächerliche abdriftet. den proll-assi nimmt man ferris höchstens noch als unbedarfter 13jähriger ab. ansonsten ist diese zwanghafte und sich ständig wiederholende asoziales-problemkind-aus-pflegefamilie-attitüde einfach nur peinlich. wie viel wahrheit dahinter steckt sieht man ja an dem "duett" mit vanessa. wenn die dollar-zeichen in den augen leuchten, hört die street-credibility auf und der achso arschige rotzproll-hiphopper wird zum braven lämmchen der plattenindustrie.
von daher kann man ferris doch als abschaum betrachten.
petrophil2001 04.10.2003 | 09:56:50
Das Review ist ein bischen hart - Ferris kann eigentlich schon rappen. Vor 4 Jahren hätte sich diese scheibe verkauft wie warme semmeln. Die Qualität von ferris hat sich meiner meinung nach nicht geändert, sondern der geschmack der Konsumenten. ICh denke man mag ferris oder eben nicht.
Er wird immer an "Reimemonster" gemessen werden...
Mas 04.10.2003 | 10:09:29
”Thank you very many.“
Vor vier Jahren, genau, da mochte ich ihn auch.
captain kidd 06.10.2003 | 17:16:27
schlimm
Oleandah 06.10.2003 | 17:18:21
Jemand sollte ihm langsam mal sagen, daß er nicht Ol´ Dirty Bastard ist.
schunkel 06.10.2003 | 17:58:59
Seine erste platte ist mir bis heute gril genug. die singles danach haben mich von den anderen alben immer abgehalten. bestimmt zurecht, oder?
helli 06.10.2003 | 22:09:20
Mit FAB war noch alles bestens, aber heute reißt er mich nimmerr vom Hocker...
Soundbwoy 06.10.2003 | 23:06:10
Und Eminem isser erst recht nicht, von wegen "Cleaning up my Closet"-Pose im aktuellen Video.
Soll er doch mit Vanessa den deutschen Ja Rule geben...
Gandalf 26.10.2003 | 15:36:53
Graue Eminenz
ich finde ja ne superstar zusammenarbeit nicht schlimm, kann ja interessante kombinationen ergeben, wenn man sich aber gleichzeitig so unverholen versucht in alle richtungen anzubiedern und aufkleber wie " inclusive krassem superstar-diss popstarz" auf seine cd klebt ist das vor allem peinlich
mac_diesel 26.10.2003 | 18:31:36
brot und spiele, motherfuckers. "fiesta" ist ein durchweg beschissener Track, aber erfüllt seinen Zweck. Er spaltet die Gemüter. Is doch nicht neu.
Soundbwoy 26.10.2003 | 23:33:00
Ich bin fertich mit Fertich MC.
captain kidd 28.10.2003 | 14:23:28
für den rio reiser track müsste man ihn eigentlich anklagen können.
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