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Zoot Woman

»Zoot Woman«

[Wall Of Sound / Labels / Emi / VÖ: 07.05.2001 ]

Text: Maximilian Freudenschuss, Maximilian Freudenschuss
[8 Kommentare]

(Wall Of Sound / Labels / Emi / VÖ 8.9.) Das Tolle an Zoot Womans erster Platte – “Living In A Magazine” erschien im ersten offiziellen Synthie-Electroclash-Jahr 2001 – war, dass sie die frühen 80er nicht soundtechnisch abgepaust hat, sondern eher die Stimmungen, die man in alten Platten von Human League oder Heaven 17 findet, nämlich das distinguierte Aufbegehren und die subtile Eleganz, wieder neu aufbereitete: Das ideale Vehikel für unsere sonnengetränkten Sehnsüchte, und als der Sommer dann wie eine Hitzewolke in der Stadt stand, tanzten wir euphorisiert zu “Jessie” oder “Information First”. Und fühlten uns verliebt. Nur: Der nächste Morgen kommt bestimmt, und der “Grey Day”, so der Titel des Openers der zweiten, selbstbetitelten Platte, muss auch erst mal überstanden werden.

Zoot Woman haben sich nicht groß verändert, sind aber introvertierter, etwas bitterer, vor allem kälter und abstrakter geworden. Konzentriert singen sie “love will go down, love is a race now”, “open doors will close for me” und “make a promise that you break” – wo nur kommen all die grauen Wolken her? Ein Stück ragt als Angst-Monolith stechend empor: “Hope In The Mirror” ist ein Monster von einem Track, das mit dem Zoot Woman so eigenen Bratz-Bass, hellen Synth-Flächen und den Zeilen “fear is unaccepting, wanting for something, losing too much” hineinzieht in den Strudel aus diffuser Sehnsucht, Sprach- und Hoffnungslosigkeit, der uns alle dann befällt, wenn wir einsam zu Hause sitzen, Platte auf Platte spielen und die Tage vorbeiziehen sehen. Wie es Zoot Woman selbst im letzten Song “Half Full Of Happiness” ernüchtert feststellen: Glücklich sein ist nicht immer eine Option. Ungemein erkenntnisreich.



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  • User: Konnie
  • Konnie 03.09.2003 | 01:36:01

    pläng pläng. tolle platte.

  • User: Gigolo
  • Gigolo 03.09.2003 | 02:33:22

    feine scheibe musik! bin begeistert.

  • User: jebu
  • jebu 03.09.2003 | 09:08:47

    Komisch, dass die soviel rumerzählen, dass die viel gitarriger sein soll, davon hör ich gar nichts.
    Ansonsten aber eine angenehme Überraschung, hätt ich nach dem Konzert nicht erwartet.

  • User: Misname
  • Misname 03.09.2003 | 17:35:25

    die tracks sind auf das erste hören nicht so spektakulär, bohren sich aber nach mehrmaligem genuss um so tiefer in die gehörgänge und nervenbahnen...doch,doch die können ihr handwerk noch...pop in seinen schönsten farben

  • User: victorward
  • victorward 03.09.2003 | 18:22:26

    Diese Aussage freut mich. Eines meiner liebst erwarteten Alben heuer. Die erste Single gräbt sich auf alle Fälle schon mal ins Ohr - wenn auch nicht aufs erste Hören

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