Gravy Train
»Hello Doctor«
[Kill Rock Stars / X-Mist / VÖ: 10.09.2007 ]
Text:
Sonja Eismann,
Sonja Eismann
Puh, da bleibt mir die Spucke weg. Vor Aufregung. Meine Freundinnen kennen Gravy Train aus San Francisco natürlich schon länger, aber mir sagt ja niemand was. Glücklicherweise vertreibt X-Mist dieses 2002er-Album jetzt auch in Deutschland. Total unsubtil, wie die drei selbsternannten queeren Bitches und der eine Quoten-Junge da über primitiven Beats und Retro-Orgeln Röte-ins-Gesicht-Treibendes rappen, aber so, äh, geil. Was für ein Hammer ist denn z. B. der stripped down Ass’n’Titties-Booty-Bass-Trash-Bastard “You Made Me Gay”, in dem die weibliche Stimme den männlichen Part als Ho adressiert und in stakkatomäßig rausgequietschten Raps zu Sex überreden will, der aber immer nur antwortet: “I’m gay, girl”? Woraufhin am Ende das Girl schlussfolgert: “Well maybe I should change my ways and stick to only ladies, cuz I hate shitty menz and I don’t want shitty babies.” Oder die Fastfood-Ode “Burger Baby”, in dem die Sängerin aus Liebe zu fetten Burgern und dicken Oberschenkeln ein Fleischbrötchen poppt und danach eine Burger-Abortion verlangt.
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