BEWERTEN
 

Kick Joneses

»Tales Of Discontent«

[Boss Tuneage / Cargo / Rookie Records / Flight 13]

Text: Rainer Ott, Rainer Ott

Letztes Jahr Weihnachten war es so weit, und die durch ihre Rezeption als Funpunk-Act wahrscheinlich unterbewertetste Band des Landes, die Walter Elf, spielte zu ihrem 20. Geburtstag ein wunderschönes Reunionkonzert, dessen Erlöse – mehr oder weniger – den dritten Tonträger der Nachfolgeband Kick Joneses finanzierten. Seit Jahren schon hatten sich die Pfälzer mehr einem britisch beeinflussten Powerpop gewidmet, der an einen Mix aus Snuff, XTC und Leatherface denken lässt. Mit punktuell eingesetzten Trompeten und seit der zweiten Platte auch einer wunderschönen Orgel haben die Buben so einige kleinere Hits geschaffen. Gerne gehört werden auch stets die gut gewählten Coverversionen wie “Saftey Dance” oder “Damaged Goods”.

Auf dem aktuellen Werk fehlen diese komplett, was die Eigenkompositionen mehr in den Vordergrund hebt. Ist auch gut so, denn hier sind so schöne Melodien und Hooklines zu finden, dass die Beatles – um einen weiteren Einfluss zu nennen – zum Schulterklopfen ansetzen würden. “Tales Of Discontent” ist vielleicht die beste Platte, die in diesem Umfeld entstanden ist, seit “Something To Prove” der legendären Spermbirds.



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