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Eels

»Shootenanny«

[Motor / Universal / VÖ: 02.06.2003 ]

Text: Christian Steinbrink, Christian Steinbrink
[3 Kommentare]

Eels – die starteten einst diskret als Shootingstars des mit konventionellen Blues- und Folkvorlieben kompatiblen Teils des Indierock, vergleichbar vielleicht mit den frühen Wilco. Wer’s nicht glaubt, soll mal in alten ME- oder Rolling-Stone-Ausgaben blättern. Flohmarkt ist überall. Dabei war zumindest ihre erste Platte “Beautiful Freak” ein Sammelsurium an kauzigen Sounds im Pop-Gewand, kraftvoll unterstützt von der sich durch absonderliche Melodiebögen schlingernden Stimme des Masterminds E. Übrigens Mastermind im klassischen Sinne, denn E verband schon immer einen spröden Gestus mit einem strategisch wie musikalisch absoluten Führungsanspruch.

Mit den Jahren und drei weiteren Alben bewegten sich die Eels mal in diese oder jene Richtung, aber immer hin zu klassischeren Songstrukturen im folkigen Singer/Songwriter-Stil. Um nun bei “Shootenanny” anzukommen. Eels im Jahre 2003 sind vielseitiger als z. B. zu Zeiten von “Daisies Of The Galaxy”. E’s Gesang, immer öfter an eine der vielen Facetten der Stimme von Beck erinnernd, windet sich als letzte Konstante durch die Songs, die nicht so einfach im Kontext einer Platte rezipiert werden können, sondern variierend wie nie in den Gewändern des Folk, Pop oder Rock daherkommen. Höhepunkte sind dabei, aber auch diverse mainstreamige Belanglosigkeiten. Immerhin ist die Band seit jeher mit außergewöhnlichen Talenten gesegnet, die sie auch hier routiniert ausspielt. So wird “Shootenanny” zu einer guten Platte, wenn auch zu keinem Höhepunkt des Eels’schen Schaffens.



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  • User: Magrat
  • Magrat 27.05.2003 | 13:47:56

    *schwärm*

    Peinlicherweise musste ich erstmal den Newsletter von Spiegel.de bekommen, um zu erfahren, dass das Album bald rauskommt. Auch gut. Ich freu mich drauf, obwohl ich festgestellt habe, dass Dresdner Plattenläden grundsätzlich NIE die Eels am Tage ihrer Veröffentlichung vorrätig haben. Warum auch. Kauft ja eh niemand. *grummel*

  • User: grschl
  • grschl 12.06.2003 | 23:15:21

    In Dresden hat ja schon immer alles ein bisschen länger gedauert, ne? Ich halte die Platte übrigens für einen, wenn nicht gar den Höhepunkt der Eels (mal abgesehen von "Last stop this town")

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