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PeterLicht

»Stratosphärenlieder«

[Modul / BMG / VÖ: 22.04.2003 ]

Text: Jens Friebe, Jens Friebe
[4 Kommentare]

PeterLicht ist wieder da, leider mal wieder nicht unter seinem aufregenden bürgerlichen, sondern unter seinem faden Künstlernamen, dafür aber mit einem über die Maßen netten, nerdigen Kunstwerk. Mir liegt es vor als mit Kuli bekrakelte Promo-MC – und passender geht es eigentlich gar nicht. PeterLicht hat ja eine Stimme wie die Jugendlichen, die in Hörspielen Kinder sprechen. Dazu schafft er es, trotz aller geschmäcklerischen und eleganten Produktion (diesmal von Andreas Wodraschke), die Lieder so klingen zu lassen wie gerade eben mit einfachsten Mitteln in seinem Zimmer zusammengeschraubt. Die Texte leben von einer schon beinahe autistischen Intimität, nicht im Sinne des von Tocotronic beigesetzten Eins zu Eins, sondern eher im Sinne von Eins zu Null.

Bevölkert wird die Ideenwelt weniger von anderen Menschen als von Flora, Fauna und unbelebter Dingwelt (Wolken, Klappergrasmücken, Antilopen, Stratosphäre). Man könnte sagen, es handelt sich um die Lyrik eines „Was ist was?“-Lesers. Dass gute Popsongs auch mit derartigen Sujets möglich sind, zeigt auf dieser Platte am besten das Lied „Abfliegen“, das musikalisch mit in die niedliche Elektronik eingeschmuggelter Rockigkeit fesselt und textlich Sachkunde-Kenntnisse mit energetischem Pathos verbindet. Für das ein bisschen zu goldig/hemdsärmlige Gereime auf „Safarinachmittag“ wird man entschädigt durch die schön billigen Barock-Samples. Was soll ich noch sagen?



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  • User: babsie
  • babsie 05.05.2003 | 10:52:33
    ich bin nicht kerstin grether.
    bitte heftet peterlicht ein bundesverdienstkreuz an die schmale brust! also wenn weiland udo lindenberg schon eines für sein ringen um die deutsche sprache erhielt...

    mein sommeralbum für dieses jahr. grinsend im korbstuhl auf der terasse cocktails schlürfen und "halleluja! bangbang! sushisushi! kongo! das ist der sommer!" hören. das macht sinn.

  • henrik44 05.05.2003 | 11:00:57

    finde ich auch! überraschend schönes album, um einiges pfiffiger und vielseitiger als der vorgänger

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