Ursula
»Todo Vuelve A Ser Lo Que No Era«
[Foehn Records / Kompakt]
Text:
Jörn Morisse,
Jörn Morisse
“Look at the moon, it gets too deep to me”, tönt die verschnarchte Stimme von Sänger David Cortero. Wie bitte? Das ergibt doch alles keinen Sinn. Ach so, ist spanisch: “Lo que temo, es que te olvides de mi.” So kann man sich verhören. Eine Platte, die hervorragende Mondegreens gebiert, aber ansonsten textlich nicht so viel hergibt, wenn man nur Einführungskurs Spanisch in der Volkshochschule besucht hat. Auf einmal wird vorstellbar, wie spanische Musikjournalisten ins Blaue hinein fabulieren, wenn sie ihrerseits die neuesten CDs deutscher Acts wie Laub oder Kante besprechen müssen. Da bleibt immer eine gewisse Unwägbarkeit ob der Inhalte. Und wenn es nun doch rechtsradikale Hippies sind, die hier ein paar Songs auf CD gebannt haben? Nein, nein, versichert das junge Indielabel Foehn Records aus Barcelona im Fall Ursula, der fragilen Hoffnung aus Cadiz: von Unsicherheit, vom Verlieren, den dunklen Seiten des Lebens ist hier die Rede.
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