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Transplants

»Transplants«

[Hellcat / Connected / VÖ: 07.01.2003 ]

Text: Ingo Rieser, Ingo Rieser

Mit dem Opener wird klar, dass alles anders läuft als erwartet. Tim Armstrong von Rancid steht – neben dem bislang nicht in Erscheinung getretenen Rob Aston, der den Punklook aber so gekonnt bringt wie seine Partner – Travis Barker von Blink 182 und Boxcar Racer zur Seite. Das Ergebnis hätte vorhersehbar sein können, ist es aber nicht. Punk liefert Attitüde und Gitarrenriffs, den Rest teilen sich HipHop, Reggae, Loops, Scratching und Gäste von Skarhead bis Funkdoobiest. Die Transplants erinnern an frühe Beastie Boys zu Zeiten von “Licensed To Ill”, das war 1986. Moderner klingen sie, wütender, dabei ebenso sympathisch und dilettantisch.

Das Projekt besteht seit 1999, wirkt aber so hingerotzt und heterogen, als wäre es über Nacht entstanden. Mit Songs wie “Tall Cans In The Air”, “DJ DJ”, “One Seventeen”, “Sad But True” wird die angepeilte Wirkung erreicht: Man gibt sich möglichst rebellisch und zugleich arschcool, und nebenbei cruist man den ganzen Tag mit einem benzinvernichtenden Monsterschlitten Downtown herum. Die Transplants treiben Crossover anders und die Vielfalt auf die Spitze. Man lehnt sich weit aus dem Fenster und trifft oft genug ins Schwarze. Dennoch dürfte gerade Rancid-Fans nichts leichter fallen, als diese Platte zu hassen.



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