BEWERTEN
 

End

»Science/Fiction«

[Hymen / Kompakt]

Text: Christoph Büscher, Christoph Büscher

Hier zischt und britzelt es überall. Zwischen detailverliebten Breakbeats und über atmosphärischen Synthieflächen verteilt Charles Paxil aka End die schönsten Exemplare seines Geräuschezoos. Das Label Hymen nennt das Ganze dann “Dark Post-Industrial Themes” und meint dabei vor allem, dass die zwölf Tracks auf “Science/Fiction” vor allem gut als Soundtracks zum Weltuntergangsszenario des eigenen Vertrauens oder mindestens zu gekonnt verwackelten Kamerafahrten durch das menschenleere Wasteland verlassener Industrieparks funktioniert. Eben kein minimaler Laptop-Glitsch, obwohl dies von der Wahl der Sounds natürlich ebenso möglich wäre und einige der Tracks wie etwa “The Image Economy” oder “Socienty Of The Spectacle” durchaus gekonnt vor sich hin klackern.

Trotzdem geht es hier mehr um die Fläche und die Stimmung zwischen den Breaks und Beats, und Titel wie der eben erwähnte zeigen mit Theorie-Referenzen zu Situationisten und den übrigen Verdächtigen, dass man hier eher im Kunst- als im Pop-Rahmen operiert. Das macht die Sache ein wenig ernster, als sie sein müsste. Etwas weniger konzeptlastig wären viele der Sound-Ideen auf dieser Platte um einiges unterhaltsamer.



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