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Thievery Corporation

»The Richest Man In Babylon«

[Eighteenth Street Lounge Music / Efa / VÖ: 04.05.2004 ]

Text: Andreas Brüning, Andreas Brüning

Die diebische Vereinigung aus Washington DC mischt auf ihrem aktuellen Werk Elemente aus Asian Underground, Dubreggae, Brazil, TripHop, Psychedelic, Afrobeat und elektronischer Tanzmusik mit hauchenden Frauenstimmen, Reggae-Toastern und sphärischen Synthieflächen zu ihrer üblichen super entspannten Downbeat-Elektronik. Wie gewohnt legen sie Wert auf warme organische Sounds und Atmosphären. Ebenfalls wie gewohnt sind die Tracks bestens produziert und arrangiert. Will sagen: Alles ist eben genauso perfekt wie bei den anderen Alben. Aber genau diese Abnutzung durch den eigenen Super-Style ist das Problem. Die synthetischen Streicher wirken mittlerweile allzu süßlich, die Frauenstimmen austauschbar, und die Reggae-Toaster retten die Musik auch nicht vor der Easy-Listening-Falle.

Auf diesem Album finde ich sie einfach nicht, die Ecken und Kanten, die den Wiedererkennungswert in einem Genre, das ohnehin an der Schwelle zur Gefälligkeit agiert, letztlich ausmachen. Diese Platte gibt sich einfach zu selten zu erkennen, ja, sie stört einfach zu wenig.



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