BEWERTEN
 

Earl Zinger

»Put your phazers on stun throw your health food skyward«

[!K7 / Zomba / VÖ: 25.02.2002 ]

Text: Andreas Brüning, Andreas Brüning

Big Mouth strikes again, oder wer zum Teufel ist Earl Zinger? Das Labelinfo berichtet von massig kulturellen Heldentaten Zingers, angefangen in den späten Vierzigerjahren bis in die Gegenwart, von Kollaborationen mit Bob Dylan, der Stax-Crew, Bob Marley, Gil Scott-Heron, Tom Waits, Earth Wind & Fire sowie seinen Ratschlägen für Malcolm McLaren und der Arbeit als MC für Jah Shaka und Africa Bambaata. Natürlich wird genauso über die Zusammenarbeit mit Eric B und Rakim berichtet wie über seine tragende Rolle bei der Entstehung von A Tribe Called Quests zweitem Album und von seinem Einfluss auf die Happy Mondays und Giles Peterson.

In Wirklichkeit ist Zinger wohl eher ein Stubenhocker mit einer gehörigen Portion Humor, der noch bei seiner Mutter wohnt, dadurch aber in den letzten zwanzig Jahren genug Geld gespart hat, um sich eine riesige Plattensammlung und ein anständiges Sammelsurium an digitalem Aufnahme-Equipment zuzulegen. All das hat er nun auf diesem Album in einen Topf geworfen und eine wunderbar unterhaltsame musikalische Suppe zusammengekocht, bei der wirklich alles geht: südamerikanische Akkordeonklänge, Dub, HipHop, Funk, Orchestrales, Crooning, Jazz, Reggae, 60s-Sound und relaxte Gitarrenmusik. Zusammengehalten wird das alles von Earls Stimme und seinen schön abseitigen Texten. Ein schönes Ding! Und der Stubenhocker ist in echt übrigens Galliano.



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