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Diverse

»Sex and the city«

[London / Warner]

Text: Fee Magdanz, Fee Magdanz

Da wäre er also, der Sampler zur gleichnamigen Fernsehserie. In Amerika gibt’s ihn sicher schon eine Zeitlang, hat “Sex And The City” dort doch bereits Kultstatus erreicht und schwappte erst später, hohe Erwartungen schürend, zu uns rüber. Besser als “Ally McBeal” sollte die neue Hype-Serie sein, viel direkter (= mehr Sex!) und gleichzeitig feministischer. Zur Szenerie: Schauplatz ist das Leben in New York aus der Perspektive vier mittelalter, pseudo-hipper (Karriere-) Single-Frauen. Die vier Protagonistinnen stehen dabei quasi-repräsentativ für einen bestimmten Frauentyp: die Romantisch-Naive, die Nymphomanin, die Unterkühlte und die rationale Intellektuelle.

Letztere ist gleichzeitig auch die Erzählerin der Episoden und verfasst in der Serie selbst den Plot dazu, da sie regelmäßig eine gleichbetitelte und ebenso erfolgreiche Kolumne schreibt, deren Inhalte das Sex-Leben ihrer Freundinnen nachzeichnen. Nett gemacht, nickt man wohlwollend, und schliddert so mit ihnen von einer Affäre/Beziehung in die nächste, während nahezu alles thematisiert wird, was Frau beschäftigt: vorgetäuschte Orgasmen, Masturbation oder Sex zu dritt. Jede der Heldinnen nimmt zu diesen Themen natürlich die ihr zugeschriebene Position ein, heraus kommt letztlich aber nie viel mehr als die Tatsache, dass Frauen emotional gesteuert sind, sich selbst und ihre Männer belügen und dass eigentlich alle im Tiefsten ihres Herzens doch auch nur wieder ihren Märchenprinzen suchen. Und da, wo “Ally” dann mit seinen überzeichneten Charakteren noch Unterhaltungswert hat, nicht zuletzt, weil auch die Männer mal mit ihren komischen bis alltäglichen Fantasien zu Worte kommen, langweilt das ewig gleiche, selbstmitleidige Geplänkel - über mehr oder weniger missglückte One-Night-Stands und die nicht enden wollenden Fehler der Männer - bei “Sex And The City” spätestens in Folge drei nur noch. Ist es denn wirklich das einzige, worüber amerikanische Frauen mittleren Alters noch reden oder nachdenken können? Und weiter: Ist das die emanzipierte Frauengeneration unserer Tage? Da lobe ich mir die ehrlich prüde Ally mit ihren herrlich zickigen Kolleginnen. Denn die Frauen in “Sex And The City” sind hausbackener als zehn Allys zusammen. Genauso hausbacken wie die Serie ist dann auch der Sampler dazu, der Tracks enthält, die in der Serie rauf- und runtergenudelt werden, so wie Tom Jones’ schreckliches “Sex Bomb” oder Bette Midlers “Love TKO”. Daneben dann ein paar Highlights von Missy Elliott und Moloko, die man eh schon zu Hause hat, letztlich aber nichts, was einen vom Hocker haut. Komplett überflüssig.



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