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The Dismemberment Plan

»Change«

[DeSoto Records / Efa / VÖ: 21.09.2007 ]

Text: Björn Verloh, Björn Verloh

DeSoto Records bilden zusammen mit Dischord und Slowdime eine Plattform für Musik, die eher quer ins Ohr will als längs. Eine Insel im Indie-schen Ozean unnötiger Einheit. The Dismemberment Plan haben auch ihre letzten drei Alben hier veröffentlicht und das Profil von DeSoto mitgeprägt. DC - ein Schritt vor und zwei zurück. Und jetzt “Change”, das vierte Album der Washingtoner. Sperrig sind sie immer noch, sperrig diesmal vor allem aber im Sinne von schwer zu packen. Dismemberment – der Name ist Programm. Nicht, dass man hier Gemetzel zu erwarten hätte. Alle Popper bitte weiterlesen! Auf ihrer Webseite gibt die Band ihre Alltime-Faves preis: Neben den DC-Heroen Nation Of Ulysses finden sich da auch die Eurythmics, The Prodigy und Traffic.

Poppigkeit ist beim Dismemberment Plan aber nicht gleichbedeutend mit Eingängigkeit. “There’s no heaven and there’s no hell”, säuselt eine angenehm hohe Stimme über einen Wave-Synthie. Dazu eine luftiges Schlagzeug, eine cleane Gitarre. “Pling”. Munter werden Videospiele und japanische Koto-Sounds gesampelt, und dann und wann scheint der Schlagzeuger vergessen zu haben, sein Ritalin zu nehmen. Handmade Breakbeats. Die Refrains bohren sich ins Gedächtnis, und schon nach dem ersten Hören meint man, die Platte von vorne bis hinten mitsummen zu können - was gefährlich ist! Wer hätte gedacht, dass Musik einerseits wunderschön sein, andererseits aber Übelkeit hervorrufen kann? Schon mal versucht, ein ganzes Stück Torte auf einmal zu essen? Schon mal beim Schaukeln den Kopf in den Nacken gelegt? So klingen The Dismemberment Plan. Zuviel Süßes ist ungesund. Finger in den Hals und Repeat drücken.



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