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The White Stripes

»White Blood Cells«

[XL Recordings / Connected / VÖ: 24.09.2001 ]

Text: Thomas R’, n’, r Venker, Thomas R’, n’, r Venker
[19 Kommentare]

Weiße Blutkörper. Helferzellen. Sterbehilfe. Assoziationsketten. Das eine brauche ich dringender als das andere. Bloß welches, und warum? Nie klang die Idiosynkratie kryptischer. Und: Wer bin ich? Die typische Handbewegung, um es mit Robert Lemke und seiner Schweinchenshow zu sagen, muss natürlich beschrieben werden. Intro-Fernsehen lässt ja noch auf sich warten. Also: Die Hand kommt von oben dynamisch runter geschwungen und imitiert dabei eine streifende Geste. Und, wer weiß es? Yes. Ich bin der Rock’n’Roll. Und ich habe neuerdings wieder Freude am Leben. Nicht, dass es endlich wieder wirklich gute Rock-Bands gäbe - die waren ja nie wirklich weg -, sondern weil es die Leute endlich auch wieder wahrnehmen.

Gut, bei den Strokes ist das selbst mir zuviel geworden, aber warum mal nicht over the top gehen, musste ich bei deutschem HipHop ja auch durchleiden? Und nun die White Stripes. Gott, wie lange macht mir dieses Geschwisterpärchen mit seinen Platten auf Sympathy For The Record Industry schon Spaß? Eine Ewigkeit. Und das Schöne daran: das Detroiter Duo hat nichts von seinem Elan eingebüßt. So sind sie die Maschinen vom Lake Michigan. Nun müssen sie sich auf der großen Bühne als Helferzellen beweisen. Als weiße und rote - kleine sprachliche Reminiszenz an ihre weiß-roten Outfits und Cover. Dass sie selbst ein bisschen Bammel davor haben, ist nur gut, denn Reflexivität hilft wirklich oft vorm Hype-Abgrund aus Drogen, Sex und Ego. Ich weiß, wovon ich schreibe. Wie viele gute R’n’R-Seelen habe ich so verloren. “White Blood Cells” ist, analog zum Strokes-Album, nicht der ganz große Wurf. Who cares? Den suchte ja auch nie jemand bei diesen ganzen vorzüglichen Crypt-Bands. Es ist ein Album, das man mit Spaß immer wieder hören kann. Mit großer Varianz bieten uns die beiden einen Trip durch eine Welt zwischen wildem Stomp-Garagen-Rock und relativ abgeklärtem Bluesrock. Musik, zu der man mitgrölen muss. Und vom Schreibtisch aufstehen, die ungelenke Hüfte ausfahren und Hüpfbewegungen starten. Fehlt nur noch die Crowd. Hey, wo ist denn die Redaktion dieses Rock’n’Roll-Fachblattes?



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  • User: Nils A
  • Nils A 23.03.2002 | 12:55:42

    Schön rot die Geschwister White!

  • User: newborn
  • newborn 14.09.2002 | 16:18:32

    Nich der große Wurf wie die Strokes! Der Vergleich ist schon albern. Außerdem rockt die Platte tausend mal mehr als der Gähn-Rock der Strokes!

  • vomdreier 14.09.2002 | 16:26:03

    hmm....seh ich anders. die strokes kann ich eigentlich immer wieder komplett hören, auch wenn das teil mal nen monat staub fing. danach will ich sie wieder. war bei der white stripes nicht so, die hab ich sogar verkauft.

  • User: justicia
  • justicia 14.09.2002 | 23:11:46

    ich find` die white stripes auch
    besser als die strokes!! hab` die
    strokes selten ganz durchgehört....

  • User: GlamTrashKitschBitch
  • GlamTrashKitschBitch 15.09.2002 | 12:21:04

    ich finde white blood cells sehr cool. so gut wie jeden song. und "fell in love.." ist ein song der mir immer gute laune macht :D

  • Antananarivo Blues 15.09.2002 | 12:27:56

    "Hotel Yorba" allein reisst mich jedenfalls mehr mit, als die gesamte Strokes-Platte.

  • User: Gloria
  • Gloria 15.09.2002 | 16:43:05

    find beide gut, unterschiedlich halt. de stijl is auch ein super album von den white stripes!

  • User: Diosa
  • Diosa 15.09.2002 | 16:49:36

    Besser als die Strokes, irgendwie ja total verrückt, und Hotel Yorba ist ja schon ein arg lustiges Stück Tonverknüpfung!!!

  • User: delirix
  • delirix 15.09.2002 | 22:43:25

    najaneenöh,ich find die n bisschen zu billig,2 hits auf der platte und der rest eher unterer garagendurchschnitt.und der vergleich mitti strokes hinkt ja echt!

  • User: dax
  • dax 15.09.2002 | 22:48:26
    Everybody´s Darling
    Hab mir letzte Woche die "De Stijl" von den White stripes gekauft. Is auch zu empfehlen.

  • vomdreier 16.09.2002 | 02:18:23

    geb da delirix in allen punkten recht, aber ich erhöhe auf 3 hits pro album ;)

  • User: UlrichAnton
  • UlrichAnton 16.09.2002 | 11:41:28
    ready at dawn
    Ich fand an der Platte nichts dran zu motzen und mein Lieblingsstück ist: "The Union Forever"

  • Antananarivo Blues 16.09.2002 | 12:35:17

    Stimmt, auf der White Stripes sind nur 3 richtig gute Lieder drauf. Auf der Strokes aber nur eins!
    Was sagt uns das? Zwei absolut überbewertete Pladden wurden uns da serviert.

  • vomdreier 16.09.2002 | 14:19:24

    auf der strokes ist ja auch nur ein lied drauf. geht allerdings 36 minuten ich finds durchweg super. matter of taste.

  • User: maiks
  • maiks 16.09.2002 | 14:20:05

    hier verschwinden Beiträge - wie meiner gerade eben!?

    also nochmal:

    @Antadfhsfdgjsfg: Ich möchte nicht, dass du in meinem Namen sprichst! Uns sagt es nicht etwas, sondern nur dir!
    Ich habe es eh nie nachvollziehen können, wie man nur einzelne Songs eines Albums mögen kann?

  • User: captain kidd
  • captain kidd 16.09.2002 | 14:24:46

    nicht sehr gut. kaum gute songs. da wurde zu wenig dran gearbeit. 3 akkorde und eine langweilige gesangsmelodie reichen halt nicht. bei den strokes steckt definitiv mehr arbeit drin. man höre auf die gitarrenarrangements.
    vor dem zweiten album der strokes (wenn es überhaut ein zweites gibt. der sänger sieht im neuen vidoe sehr nach rockstartod aus...) habe ich allerdings angst. was soll das werden können???

  • User: UlrichAnton
  • UlrichAnton 16.09.2002 | 14:47:24
    ready at dawn
    Ich denke, das beide Bands das Problem haben, dass sie durch ihre blosse Jugendlichkeit eine unverbrauchte Neuauflage alter Musik bringen und deshalb schnell an Grenzen stossen werden, weil mit dieser Musik schon vor x Jahren alles mögliche gemacht worden ist.

  • User: Axolotl
  • Axolotl 16.09.2002 | 14:55:52

    @Captain: Zu wenig dran gearbeitet?? Es handelt sich um Garagen-Bluesrock, nicht um eine Autowerkstatt oder so...

    Ich votiere ganz klar für die White Stripes, die Platte (wie auch beide Vorgänger) hat kaum Schwächen, nicht umsonst spricht man, zumindest in den englischen Medien, von der "vitalsten Band des Planeten". Genauso hören sie sich an...

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