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Prefab Sprout

»The Gunman And Other Storys«

[EMI / VÖ: 09.04.2001 ]

Text: Fee Magdanz, Fee Magdanz

Paddy McAloon ist irgendwo schon ein Held. Immer noch. Wer konnte sonst noch so unglaubliche Textpassagen wie “Hot Dog, Jumping Frog, Albuquerque“ schreiben und beim Singen mit derart viel Leben versehen, dass man alleine schon deshalb, seiner unglaublichen Stimme wegen, zu Tränen gerührt war. Und wenn man heute in Bars alte Prefab Sprout-Songs spielt, ist es immer wieder erstaunlich, wie viele Leute dann aufhören zu reden und leise, ganz unbemerkt jedes einzelne Wort mitsingen. “Hey Manhattan“, “Swoon“ oder “Cars and Girls“, das sind Lieblingsstücke auf ewig. Wenngleich in ihnen selten über ein anderes Thema, als “Liebe“ gesprochen wurde.

Aber vielleicht bewegen sie auch gerade genau deswegen, und weil kaum einer sonst so zahlreiche schöne, oft simple Worte und Bilder für diese eine banale Sache gefunden hat, wie Sir Paddy McAloon. Worte, die noch dazu sicherlich viele bei ihren ebenso banalen und dennoch unvergesslichen Gefühlen der eigenen Jugend ein stetiger Begleiter waren. Die Nachricht, dass nun - drei Jahre nach dem letzten Prefab Sprout-Album - ein neues erscheinen soll, verbreitete sich wie ein Lauffeuer und ich habe die gespannte Erwartung selten so übergreifend gespürt. Jetzt: “The Gunman And Other Storys³. Umso interessanter war die Enttäuschung, die sich dann beim Hören zunächst vielerorts verbreitet - allein ob der Cowboy/Western-Thematik und -Romantik in den zehn neuen Stücken, die gar nicht recht in den selbstgefertigten Kanon von Prefab Sprout passen will. Ist es doch eine musikalische Welt, mit der sich die wenigsten identifizieren können, weil sie so fern von der eigenen Geschichte und doch auch der Prefab Sprouts liegt. Ich war daher zunächst mit enttäuscht und ließ erst langsam Schranken fallen, erkannte die wunderbaren Seiten von “The Gunman And Other Storys³. Das, was mich dann schließlich vielmehr erschrocken hat, ist, dass solche klassischen, perfektionierten Songs nur jemand schreiben kann, der richtig erwachsen geworden ist und mir das Album so vorführte, dass auch ich meine Jugend längst hinter mir gelassen habe. Allein weil ich sie nicht bloß um der Sentimentalität willen mochte, sondern eben weil sie das ist, was sie ist: Erwachsene Musik.



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