BEWERTEN
 

Thomas P. Heckmann

»Kopfgeister 1991-2001«

[Wavescape]

Text: Daniel Karg, Daniel Karg

Wer Techno in Deutschland sagt, der muss wohl (oder übel) auch Thomas P. Heckmann sagen. Seit 1991 beackert dieser alle Felder, auf denen 303s angebaut werden und konnte sich damit kontinuierlich weiterentwickelt. Das beweist “Kopfgeister 1991-2000” sehr eindrucksvoll auf drei CDs mit insgesamt 33 Tracks von seinen Alter Egos Drax, Age, Skydiver, Knarz usw. Angefangen mit den sehr schnellen Vibes am Anfang der Neunziger, mittendrin im Übergang zu melodiöseren Tracks der Hardtrance-Ära bis hin zu den von ihm maßgeblich geprägten und auch gepushten “Sägezahn”-Sounds zum Ausklang des Jahrzehnts. Vieles davon mutet heute witzig und lächerlich an, als Dokument ständig sich ablösender Zeitgeister ist diese Sammlung aber sehr viel wert.

Was sich trotz aller Trends und Moden aber wie ein roter Faden durch Heckmanns Werk zieht, ist die – ganz wagneresk - Tendenz zum Wahnsinn. Der Spleen hat hier System und ist gewollt. Man muss Heckmann nicht lieben, aber es ist unnütz, die Tragweite seiner Release zu leugnen. Respekt muss also her.



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