BEWERTEN
 

Four Tet

»Pause«

[Domino / Zomba / VÖ: 28.05.2001 ]

Text: Christoph Jacke, Christoph Jacke

Mit seiner eigentlichen Band Fridge hat Kieran Hebden Grenzen gesprengt und unter anderem die Mannen von To Rococo Rot und Godspeed You Black Emperor! in Verzückung versetzt. Zwischendurch remixte Hebden Aphex Twin, Cinematic Orchestra, David Holmes und kollaborierte mit unser aller Freund Pole. Sein Soloprojekt Four Tet hat bereits für einigen Wirbel gesorgt. Bevor Hebden mit Text Records sein eigenes Label gründet und mit Fridge deren viertes Album herausbringt, gibt es einen neuen Release von Four Tet - soviel zum Thema Hyperaktivität. “Pause” hat vor allem Qualität vor Quantität und ist alles andere als ein Lückenbüßer.

Hebden ist offensichtlicher Borderliner, der sich in seinen Sounds nicht festlegen möchte. Die Prioritäten von Four Tet liegen bei jazzigem Downbeat wie bei “Glue Of The World” oder “Parks” und Dachboden-Elektronika mit Postrockanleihen wie auf den wundervoll-hitverdächtigen “Twenty Three” und “Untangle”. Letzteres schreitet mit seiner geraden Bassdrum schon fast in House-Richtung. Kurvenreiche Ausflüge in die Instrumentalmusik. Dieses Album gehört in die Kategorie des Wachsen-durch-Mehrfach-Konsumtion - und das ist als Lob zu verstehen.



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