BEWERTEN
 

The New Year

»Newness Ends«

[Touch & Go / EFA / VÖ: 01.02.2007 ]

Text: Christoph Jacke, Christoph Jacke

Es gab einmal zwei amerikanische Bands, die als prägende Vorläufer des gitarrigen Slow Rocks bezeichnet werden können: Codeine und Bedhead. Erstere gibt es leider schon lange nicht mehr, aber eins ihrer Mitglieder, Chris Brokaw, macht mit seiner Band Come ab und an noch von sich hören. Auch Bedhead sind nach drei Alben ins Nirwana vergangen. Bedhead, das waren vor allem die Kadane-Brüder Bubba und Matt. Und die fragten jenen Ex-Codeine und noch einige weitere Freunde, ob alle zusammen nicht das Ding The New Year aus der Taufe heben wollten. Here they go, “Newness Ends” war geboren. Mit zehn sehr schönen Songs, welche die totale Langsamkeit und das hymnische Verharren von Codeine und Bedhead zu großen Teilen abgeschüttelt haben; “Half A Day” oder “Gasoline” sind sogar frühlingshaftes Up-Tempo-Business.

So spielen sie - befreit von ihrem mächtigen Erbe - lockerer auf, wirken befreit und scheinen durch einen klitzekleinen Spalt Pop und Folk entdeckt zu haben. Was nicht heißen soll, dass auf “Newness Ends” nun permanent frohlockt wird. Der Melancholie wird nun entspannter gehuldigt (z. B. in “Simple Life”) - nennen wir es den Sea&Cake-Effekt.



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