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Mice Parade

»Mokoondi«

[Fat Cat / PIAS / Connected / VÖ: 16.05.2007 ]

Text: Christoph Jacke, Christoph Jacke

Was wäre die Popmusik-Welt ohne Maniacs wie Adam Pierce? Dieser hat nicht nur ein eigenes Label- und Vertriebsnetz und mit The Dylan Band eine Hauptbeschäftigung. Daneben zieht sich Pierce immer wieder gerne auf seine Solo-Farm Mice Parade zurück. Deren drittes Album “Mokoondi” zeugt vom endgültigen Schritt in Richtung Teamwork. Viel zu komplex sind die Songs geworden, als dass Pierce sie noch alleine im Studio oder auf der Bühne einspielen könnte. Was anfangs sehr nach einem Seitenarm von Dylan Group oder Tortoise klang, entwickelt sich zum globalen Experiment. Auf “Mokoondi” testen Pierce und seine Mitstreiter fernöstliche Sounds an.

Der dreiteilige Opener “Open Air Dance” lebt von einer chinesischen Harfe, die meisten anderen Songs funktionieren von afrikanischen Rhythmen unterstützt. Mice Parade setzen eine intensive Beschäftigung mit den Strukturen und Entwicklungen der einzelnen Tracks voraus. Denn erst dann kann sich die Schönheit dieser Musik entfalten. Lässt man dies nicht zu, verschwindet das Album unter Wert im Niemandsland zwischen Weltmusik und Postrocky. Verdient hätte es das aber wirklich nicht. Angeblich sollen Mice Parade demnächst auf große Tour mit Sigur Rós kommen. Reflektierendes Weltmusik-Fest galore.



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