BEWERTEN
 

JT MONEY

»Blood, Sweat & Years«

[Priority / Virgin / VÖ: 03.04.2001 ]

Text: Uwe Buschmann, Uwe Buschmann

Woher kommen wir? Wohin gehen wir?? Wer sind wir??? Diese drei existentiellen Preisfragen beantwortet Rapper JT Money der Reihenfolge nach mit: dreckiger Süden USA, Luxusvilla mit Pool (irgendwo im dreckigen Süden) und (Hip-) Player & (Hop-) Hustler. Wer die schnöden Penunzen schon bannergleich im Namen trägt, braucht sich um lästige Korrektheiten nicht mehr sorgen. So geht es auch auf “Blood, Sweat & Years” völlig unverblümt um Südstaaten-Rap und seine typischen Leitmotive, um große Autos, wackelnde Ärsche und niemals enden wollende Partys. Und wenn man erfährt, dass jetzt auch noch Supa-Dollar-Producer Dallas Austin für die tiefen Bässe auf dem Album verantwortlich ist, kennt die Spaßrakete unter den heimischen Mos-Def-Fans erst gar keine Zündschnur mehr und zischt direkt ab in den tiefsten Block-Party-Keller.

Da waren all das Blut, der Schweiß und die investierten Jahre dann doch irgendwie vergebens. Insgeheim ist es sicher geil, JT Money zu sein, aber wer möchte letztendlich schon wirklich im dreckigen Süden neben einer Luxusvilla mit Pool als stereotypes HipHop-Klischee lebendig begraben sein. Eine Parental-Advisory-orientated-HipHop-LP für kindliche Gemüter. Und keine Angst: Wer’s tatsächlich braucht, wird’s trotzdem überleben. Ehrlich.



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