BEWERTEN
 

Ash

»Free All Angels«

[Infectious / Edel / VÖ: 24.05.2004 ]

Text: Wolfgang A. Müller, Wolfgang A. Müller

Keine Ahnung, aus welchem Poesiealbum Tim Wheeler den Titel der neuen Ash-CD abgeschrieben hat. Eigentlich auch völlig egal - genauso egal wie die Frage, wie alt er jetzt ist oder früher mal war, als “Trailer” die Wände wackeln ließ. Zugegeben, man darf eine Überflieger-Bandgeschichte wie die des nordirischen Quartetts nicht ignorieren. Aber bei allem Historisieren: was zählt, ist: Ash sind wieder da, und zwar as catchy as can be! Mit den typischen Zutaten Wheeler’schen Songwritings, frisch-naiven Riffs und den Anwandlungen selbstbewusster Dur-Akkorde in jängelnd-sehnsuchtsvollem Moll - Schlag nach bei den Beatles.

Mit Gitarrenwänden, brachial - siehe unter Punkrock. Mit einem geschmackvollen Sample-Zitat - hör nach bei Bacharach/David. Mit Streichern, Groove. Und klar, dass ein Stück mit dem Titel “Shark” formal nur eines nach sich ziehen kann: Rock! Hölle, und dann wieder: Hymnen! “Shining Light” und “Sometimes” greifen nach dem Organ unter dem linken Busen des Hörers, dann nach dem ganzen Körper. Wheeler, der Planetenbesinger, zeigt in den Himmel: “There’s A Star”, dreht majestätisch, elegant die Runde, bevor der großkotzige Punkrocker “World Domination” zum Ende offenlegt, was Ash wirklich wollen. Nach diesem Album habt ihr meine Einwilligung, Leute.



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