BEWERTEN
 

Norrin Radd

»Where She Danced«

[ulfTone music / edel contraire / VÖ: 12.02.2001 ]

Text: Autor unbekannt

Norrin Radd ist Gandulf Hennig. Und Gandulf Hennigs Helden heißen Tom Petty, Gram Parsons, Steve Earle. Straighter Rock, bisschen Country. Und genau so klingt die Platte. Nichts Enigmatisches. Immer geradeaus. Die üblichen Harmonien. Immer nach vorn im 4/4-Takt. Präzise agierende Musiker. Amtliche Produktion. Ein genretypisches Werk. Und wie immer bei solchen Werken, die notgedrungen bestimmten Songwriter-Traditionen folgen und sich in relativ engen formalen Grenzen bewegen, fällt ein unvoreingenommenes Urteil schwer. Das betrifft auch den Zugang zu ihm über die Texte. Hennig ist offenkundig ein Verletzter, Verlassener, Betrogener.

Das offenbart auch das im Booklet verwendete Bildmaterial: hängender Kopf, Blick zu Boden. Herzschmerz als des Künstlers beste Triebfeder, wer kennt das nicht? Doch die sprachlichen Bilder, in die Hennigs Emotion fließt, vermögen mich nicht mehr anzurühren: „Can you hear it on the wind, how it says I’ll never be happy again. Can’t you hear it on the rain, how it washes all my pleasures away. Can’t you hear it from the sea, how it howls that I will never be free.“ Nein, ich kann’s wirklich nicht mehr hören. Lyrische Virtuosität und virtuoses Floskel-Handling sind Künste von zweierlei Gnaden.



Artikel kommentieren
 
  • Mehr Infos

  •  
  • Diese User besitzen die Platte

  •  
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
 
  • WEITERE PLATTEN

  •  
 

Spalter: Platte und Film des Monats

Spalter: Platte und Film des Monats

Das Intro-Streitgespräch: Jeden Monat eine neue Platte, ein neuer Film und unterschiedliche Meinungen. [...mehr]

 

Platten der Woche

Platten der Woche

Die wichtigsten Neuerscheinungen im Überblick! [...mehr]