BEWERTEN
 

Utah Saints

»Two«

[Roadrunner / Connected / VÖ: 05.02.2001 ]

Text: Autor unbekannt

Virtuose Stümperei? Die schlechteste oder beste Menschmaschinenband aller Zeiten?? Sie wissen schon: Utah Saints. Entstanden auf der britischen Insel vor einigen Jahrmillionen hinterm Kreidefelsen, langspieldebütierend mit “Dito” in 1993, nannten sie ihr (still unreleased) Black-Album “Wired World” und blieben dann für lange Zeit unverdrahtet im Feucht-Biotop eines gemütlichen Pubs verschollen. Ohne Frage, es hatte alles seine Gründe. Doch jetzt gibt’s das Utah-Saints-Comeback, denn 50.000 chartstürmende Boygroups sind mindestens ein Totalausfall zu wenig gewesen. Und US bleiben dabei der Act, der stets das Beste will, doch meist das Falsche tut.

Neben der hemmungslos hauptströmischen Handhabung ihrer elektronischen Geräte, Plattensammlung und Studio-Gäste ist gerade diese Form von später Jugendbewältigung berüchtigt für Style-Verstümmelung und funky Popkloppe. Und so fabulieren hier und heute die US darüber, welch’ besonders groovige Zeit sie mit Leuten wie Chuck D, Metallica, The Average White Band, The Pretenders, Edwin Starr, Iggy And The Stooges und Michael Stipe im Studio bzw. Sampler hatten. Dagegen klingt Apollo 44 tatsächlich wie ein legendärer Live-Club in Harlem, und der dösige Fat Boy Slim avanciert zum Tanzflur-Himmelreich auf Erden. Appellatives Fazit: großzügige Geschenke an alle, die keine drei Platten zu Hause im Ikea-Regal stehen haben, aber gerne jeden Kitsch und Kommerz mitpfeifen würden. Utah Saints will eat itself! (Besser früher als später ...)



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