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Funkmaster Flex

»60 Minutes Of Funk Vol. IV«

[Loud / Sony / VÖ: 04.09.2000 ]

Text: Autor unbekannt

Sag niemals nie. Nach dem als “The Final Chapter” betitelten dritten Teil der “60 Minutes Of Funk”-Mixtape/CD-Serie schickt nun der große Funkmaster Flex “Vol. IV” ins Rennen: mit weniger Tracks, weniger Freestyles, weniger Old-School-Beats, weniger Gekratze und glücklicherweise weniger Gebrabbel. Dafür präsentiert er diesmal einige exklusiv für die Compilation produzierte Tracks, mehr R&B-Cuts und mehr US-populären “Bling, Bling”-HipHop von den üblichen Jiggas, Thugs und Players. Geschmackssache? Gewiss, Dicker, nur die Qualität der Tracks lässt oftmals zu wünschen übrig. DMX, Lil’ Kim, Shyne oder Lady Luck kommen übers Mittelmaß nicht hinaus, Capone-N-Noreaga, Jadakiss, Nature, The Murderers und die aus den Südstaaten rekrutierten Three Six Mafia wie Ludacris & Infamous 20 sind gar richtig schlecht.

So recht kommt hier keine Freude auf, bis M.O.P., Busta Rhymes, Remy Martin und Tephlon zum alles überragenden, großartigen, phänomenalen, furiosen “Ante Up”-Remix ansetzen - auf den dann Eminem und D-12 mit dem soliden “Words Are Weapons” folgen. Das war’s noch nicht ganz. Nur gut, dass sich Flex vom Kollegen Mister Cee einen alten Notorious-B.I.G.-Freestyle-Track ausgeliehen hat, zwischendurch ein paar bekannte Beats (u. a. Mobb Deep, Beatnuts und Wu-Tang) einstreut, mit The Bad Seed und Saukrates immerhin zwei sehr gute Underground-MCs dabei hat und “Vol. IV” schließlich sogar mit ein paar guten R&B-Stücken (u. a. von Faith Evans, Genuwine, In Essence) auflockert. Licht und Schatten, fürwahr. Das nächste Mal bitte etwas mehr Mühe bei Auswahl und Flexen der Platten, Mister Funkmaster.



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