BEWERTEN
 

Linkin Park

»Hybrid Theory«

[Warner Bros. / VÖ: 05.02.2001 ]

Text: Autor unbekannt

New Metal. New Metal. New Metal. New Metal. Wie auch bei diesen zwei Wörtern werden Dinger selten besser, wenn man sie monoton wiederholt. Und wie so oft, wenn ein neues Genre von findigen Marketing-Köpfen für sich erschlossen wird, bleibt es nicht aus, dass immer neue Bands von der Straße geholt werden (*knick-knack*), um sie auf den mäßig wohlverdienten Pfad des schnellen Ruhms zu schicken. Die eine schminkt sich, als wäre 365 Tage im Jahr Karneval, die andere trägt halt nur Schwarz, wieder eine andere glänzt durch Tätowierungen – klingen tun sie recht gleich. Nicht aber Linkin Park. Gut - die Jungs sehen so aus, wie man es von einer solchen Band erwartet.

Ex-Langhaarige, die dann eine Glatze hatten und jetzt nicht wissen, was sie machen sollen mit der funky Kurzhaarfrisur außer färben. Okay – sie bewegen sich in ihren Videos auch, als hätten sie ziemliche Rückenbeschwerden, aber es geht ja immer noch vorrangig um die Musik, und hier wissen Linkin Park zu überzeugen. Zwei unterschiedliche Gesangsstimmen und ein frischer Gitarrensound sorgen primär dafür, dass die fünf Amis entschieden zwischen eingängiger Melodie und hartem Riff pendeln. Das Songwriting lässt die Konkurrenz locker links liegen, und besonders Songs wie “One Step Closer” oder “In The End” können begeistern. “Hybrid Theory” ist als Album stimmig - ebendies sind die Tracks als Einzelstücke - und schreit regelrecht danach, gekauft zu werden. Dreißig Mark für die New-Metal-Industrie? Lohnen sich. Aber vielleicht könnt ihr die Scheibe bei eurem Plattendealer des Vertrauens ja auch gegen die letzten Papa-Roach- und Limp-Bizkit-Alben eintauschen. Guter Tausch sogar, das.



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