BEWERTEN
 

Diverse

»SID-Musique ... C-64 Compilation«

[Erkrankung Durch Musik]

Text: Autor unbekannt

Uff. Erkrankung durch Musik – einen derartigen Label-Namen muss man erst mal verdauen. Krank hier wohl im positiven Sinne (Virus), denn wer solche Scheiben raushaut, der kann nicht so ganz “gesund” sein. Und apropos “krank” und “Virus”, was passt da besser, als erst mal eine Compilation zu machen aus (schluck) Sounds des seligen Commodore C-64 bzw. dessen SID-Chips. Klänge also, die bei all ihrer Kindergeburtstagigkeit heimlich, still und gar nicht leise während der Achtziger eine ganze Generation Game- und Computerkids geprägt haben und noch heute bei wahren Nerds für entsprechende Verzückung sorgen. Und eben die sind jetzt in dem kritischen Alter, wo man aus kultigen Retro-Beweggründen und purem Spaß an der Freud, hurra, mal eben ein paar Tracks aus prähistorischen Bleeps&Clonx zusammenfriemelt, um dem C-64 zu huldigen.

Hans Platzgumer, Caltrop, Steril, Bassdroid, Computer Rockers und andere haben sich den Spaß gegönnt. Heraus kommt dann so was wie Elektro im weitesten Lofi-Sinne, den teilweise durchaus auch Leute hören können, für die C-64 halt nur ein Buchstabe plus zwei Zahlen ist. Aber froh, dass es Logic Audio und Pro-Tools gibt, sind wir trotzdem, irgendwie ... Dagegen ist die Geschichte von Hong Kong Counterfeit einigermaßen schnell erzählt: Katya Casio, DJane und Aktionskünstlerin aus Osteuropa und jetzt in New York ansässig, dürfte ungefähr so “real” sein, wie ihre Lieblingsfarbe “hot pink” vermuten lässt. Die Biografie nennt sie “an all-around candy ass” und erwähnt u. a. auch noch den wichtigen Fakt, dass Katya für gewöhnlich “things” erschafft, die “absolutely no sense” machen (gehört dazu vielleicht auch dieses, äh, Projekt ...?). Dazu passen ihre musikalischen Idole: Boney M. und Amanda Lear. Und ansonsten mag Katya ganz viele Roboter und vergnügt sich gerne mit Spielzeugpistolen. Und jetzt dürft ihr raten, wie ihre discoide Musik wohl klingt. Remixes gibt’s noch als Dreingabe auf diese dralle Packung senselessness, und zwar von Legowelt und Orgue Electronique. Danach dann am besten: Gesundung durch keine Musik. Nach dem Diktat zur Kur verreist:



Artikel kommentieren
aus Intro #81 (Februar 2001)
 
  • Mehr Infos

  •  
Alle Artikel von Autor unbekannt
  • Diese User besitzen die Platte

  •  
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
 
  • WEITERE PLATTEN

  •  
  • » Diverse - Photek DJ-Kicks
  • » Diverse - A Tribute To Japanische ...
  • » Diverse - Sonig Boxset Thing
  • » Diverse - Factory Records: 12
  • » Diverse - »Stimmen Bayerns – Die Liebe«
  • » Diverse - »Stimmen Bayerns – Der Tod«
  • » Diverse - Oh, dieser Sound – Stars...
  • » Diverse - Coming Home By DJ Hell
  • » Diverse - Freude am Tanzen 5zig
  • » Diverse - Werkschau
 
  • ÄHNLICHE PLATTEN

  •  
 
 
Anzeige
 
  • THREADS ZU DIESEM ALBUM

  •  
 

Platten in einem Satz

Platten in einem Satz

Neu bei Intro: Plattenkritiken in SMS-Länge! Die besten "Oneliner" gibt's hier.