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Fauna Flash

»Fusion«

[Compost / PP Sales Forces / VÖ: 05.02.2001 ]

Text: Autor unbekannt

Fusion scheint ja mittlerweile das neue Zauberwort zu sein. Im Neo-Space-Fusion-Zeitalter, das ich hiermit ausrufe, verkörpert das Compost-Label das lokale Mutterschiff des beliebten Nu Groove / Jazz, der zwar nicht die Welt, so doch zumindest die Großstadtclubs erobert. Christian Prommer und Roland Appel, Drum’n’Bass’er der ersten Stunde, oder auch das Trüby Trio minus Rainer Trüby verhalten sich entsprechend konform der Erwartungen, die an sie gestellt werden: die alte Dame Drum’n’Bass gründlich zu polieren und beflissentlich andere Stile zu integrieren.
Saß man eben noch mit Peter Kruder (wieder ohne seinen Dorfmeister) beim Heurigen, um beim Projekt Voom : Voom mit fetten Dub-Bässen ordentlich Porzellan zu zerschlagen, besinnt man sich hier wieder auf die Breakbeat-Roots der eigenen Vergangenheit (“Aquarius”, 1997), nur um sie später doch zu verleugnen.

Die geraden Housebeats bei “Alone Again” oder “Ten” erfreuen mich aber trotzdem, denn zwischen diversen Breakbeatgewittern (“Percussion”, “Referee”) ist man über kleine Erholungspausen dankbar. Ansonsten regiert der gute Geschmack und eine Armada von Gästen. Den Wiener Shouter Sugar B hat man wahrscheinlich aus dem Hause K&D stibitzt, und Marzenka, die wundervolle Stimme auf “Morning”, klingt wie Molokos Roisin Murphy ohne gefakete Stakkatogasmen. Gut auch das ohne Samples eingespielte “Sunday’s At The Getty” und der Jazzanova-inspirierte Fusion-Breakbeat-Bossa “Tel Aviv”. Hommage an eine Metropole: “Six o’clock a.m. at the city beach in white bathrobes.” Großer DJ-Jet-Set-Traum!



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