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Jan Jelinek

»Loop-Finding-Jazz-Records«

[Scape / EFA / VÖ: 02.02.2001 ]

Text: Autor unbekannt

Jan Jelinek, bisher vielleicht besser bekannt unter seinen Pseudonymen Farben oder Gramm, ist ein Meister der feinen Töne und Mikroverschiebungen. Bei ihm rauschen, schmatzen, klicken und mäandern die Soundpartikel so wunderbar, dass man sich sofort tief im dichten Gewebe aus fein verästelten Geräuschmustern verliert. Das neue Werk auf Stefan Betkes (a.k.a. Pole) Berliner Scape-Label unterscheidet sich von Gramms “Personal Rock” insofern, als es im Gesamtbild noch dezenter, ein wenig leichtfüßiger und aufgehellter klingt. Das sind zwar nur Nuancen, aber grade auf die kommt es hier an. Arbeitsgrundlage und Anlass für den Titel sind laut Selbstauskunft winzige, bis zur Unkenntlichkeit gecuttete Jazzsamples, die mittels Modulationsrad des Samplers in schwerelose, nicht lineare Arrangements eingefügt werden.

Jelinek zerstäubt den Klang, nur, um ihn am Ende wieder zu poetischen, von Wärme beseelten Tracks zu verdichten. Gelegentlich schwebt die Ahnung eines Blues-Akkords, der leise Nachhall einer Pianosaite oder der Restsound einer getupften Hi-Hat durch den Raum. Hier sitzt jedes Detail wie ein kunstvoll gesetzter Lichtreflex. Acht geheimnisvoll schimmernde Tracks, die man auf jeden Fall hören sollte.



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