BEWERTEN
 

David Thomas& Two Pale Boys

»Surf’s Up!«

[Glitterhouse / TIS]

Text: Autor unbekannt

Er wieder. Pere-Ubu-Erfinder David Thomas, seit Jahrzehnten renommierter Avantgarde-Hans-Wurst in allen Gassen mit Zappa-esker Output-Mentalität und einem Hang zum freien MP3-Download, schleudert einmal mehr ein Album auf den Markt. Schmissig in Titel (“Surf’s Up!”) und Motto (“Selbstausdruck ist böse”), weiß der Longplayer heuer allerdings nicht nur dem konditionierten Die-Hard-Fan die eine oder andere Wonnestunde zu bescheren. Mit Hilfe seiner “Jungs” Keith Moliné (Gitarre plus vorsätzliche Stimmenmanipulation) und dem pop-affinen Blasmusik-Hasardeur Andy Diagram (dereinst Mitglied der - ich sag’ mal – kultigen Minimal-Funk-Truppen Dislocation Dance und A Certain Ratio) lässt das schwergewichtige Multi-Genie trotz vielminütiger Einzelsong-Spielzeit keinerlei opulenten Firlefanz zu.

Der Meister selbst weist den konzeptionellen Weg: “Struktur, Schärfe und Dynamik” (gut) vs. “Langeweile, Gefälligkeit und Vorhersehbarkeit” (schlecht). Da kommt dann z. B. die durchaus gelungene Coverversion eines über alle Maßen berühmten Brian-Wilson/Van-Dyke-Parks-Kleinods nicht ungelegen – ist “Surf’s Up!” doch eine der “gefürchtetsten” Kompositionen des Beach-Boys-Masterminds und liegt lediglich in zweifelhaften Bootleg-Versionen des verschollenen, legendären “Smile”-Albums vor.



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aus Intro #81 (Februar 2001)
 
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