BEWERTEN
 

Ivar

»Debut«

[Saas Fee / A-Musik]

Text: Autor unbekannt

Bei Ivar geben sich Lofi-Elektronica, schlichte Funktionalität, Pop und verträumte Kindheitserinnerungen die Hand. Ganz im Zeichen des derzeit überall zu beobachtenden Achtziger-Revivals beschwört Ivar Leon Menger auf seinem “Debut” mit einer klapprigen Casio-Orgel wieder die Geister von Jean Michel Jarre und Alan Parson herauf. Da wundert es nicht, dass es sich bei den 21 Songminiaturen auf diesem Album um verspielte, für sich genommen unspektakuläre Hommagen an eine Vergangenheit handelt, die im Rückblick immer von scheinbar sorgloser Leichtigkeit geprägt ist. Leider ist das Ivar’sche Minimal-Equipment soundmäßig ein wenig dünn auf der Brust, so dass unterm Strich nette Melodien und Songtitel mit schon fast aufdringlicher Niedlichkeit (z.

B. “Waldkind”, “Zeltlager”, “Pfadfinder”, “Landschulheim”) bleiben. Bei all dieser romantisch verklärten Retro-Haltung fragt man sich natürlich irgendwann, wie viele Mittzwanziger noch auf solchem Weg einen Trip in ihre Vergangenheit zu schmeißen gedenken. Schön, aber bitte in Maßen.



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