BEWERTEN
 

North Of America

»The Sepultura«

[Rewika / Cargo / VÖ: 28.02.2003 ]

Text: Autor unbekannt

Klang der letzte Langspieler der Kanadier zum Teil noch, als wolle uns die Band die Wartezeit auf die neue Pavement verkürzen bzw. - wie man heute leider sagen muss - den Trennungsschmerz mildern, präsentiert sich nun mit dieser sechs Songs (und 29 Minuten) langen Mini-LP ein gereifteres, vertrackt rockendes Werk. Was auffällt, ist, dass bei North Of America vier Songschreiber am Drücker sind, was man der Musik aber nicht anhört. Dies lässt sich positiv wie auch negativ lesen. Angenehm ist in jedem Fall, dass die Platte über ihre gesamte Länge wie aus einem Guss klingt. Kein “die Band als vielköpfige Schlange”, kein “erst kommt Johns Song, dann Jim-Bobs und zum Schluss der von Jason”, vielmehr rockt hier eine Einheit.

Man kann richtiggehend hören, wie die Lieder an langen, harten Nachmittagen im Proberaum erarbeitet wurden. Auf der enttäuschenden Seite muss aber gesagt sein, dass sich die Existenz von vier Ideengebern leider nicht in einem Überschuss an Einfällen oder Originalität niederschlägt. Aber auch wenn “The Sepultura” kein Feuerwerk an Ideen abbrennt, ist es doch eine solide Indierock-Platte, die nichts verschenkt, sondern die erobert werden möchte. Zum Abschluss bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Was sollen diese ganzen Heavy-Metal-Verweise in Album- wie Songtiteln: “The Sepultura”, “Black Sabbath” ...?



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