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Sugababes

»One Touch«

[London Rec. / Warner / VÖ: 05.02.2001 ]

Text: Autor unbekannt

Ein Moment, ein Song, wieder mal keiner da, den man dazu küssen kann. „Overload“ heißt er und die Actresses nennen sich süß und berechnend nur Sugababes. Klar, ihr wollt R'n'b und Liebe und Pop und das schlimmste dabei ist, ihr könnt von all dem alles haben. Sei es, weil ihr es mitgebracht habt oder weil wir es euch gut und gerne geben. Es drohte, mit gecastetem New-Pop-Girlism gepestet zu werden. Und dass sich auch das gesamte Album anhört, wie sich eben jene von Producern geleiteten ersten Schritte im Popbusiness anhören. Beim Debüt 15jähriger Gören kann es eigentlich nur um eins gehen: Erfahrungen sammeln. Wir alle erwarten von diesen Girls nicht, dass sie uns den fertigen großen Entwurf unserer Zukunft präsentieren (höchstens in modifizierter, sexuell aufgeladener Form - sprich: die Geilheit alternder Typen zu reizen, die es sich zur Aufgabe machen, immer jüngere Dinger aufzureißen, um sich so etwas zu beweisen, was nur sie verstehen, aber niemand, der auch nur annährend ein Leben hat...), sondern geben uns mit Momenten, Skizzen zufrieden.

Es würde niemand den Sugababes übel nehmen, wenn sie uns nur Scheiße geliefert hätten - ich meine abseits des ohne Frage großartigen Singlehits -, natürlich hofft man, dass mehr als nur ein Hit dahinter steckt, wie eigentlich bei allem im Leben (das alte Prinzip vom Dehnen der glücklichen Momente). Doch so vage die Begrifflichkeit auch ist, in lichten Momenten ist man sich der Aussichtslosigkeit der Situation bewusst. Und dann das: ein Album der Chancen, der ungenutzten und der sich bietenden. Und das Gute daran: man kann es den Girls nicht ankreiden, dass Chancen vertan wurden (der Produzent war’s, klar), man kann ihnen nur zu gute halten, dass sie weit mehr andeuten, als der Produzent ihnen zu geben in der Lage ist: Talent, Charisma, Begabung, Instinkt und noch tausend weitere Substantive für die laut Redaktion kein Platz mehr ist. Deshalb nur noch soviel: müsst ihr nicht kaufen - aber das nächste Album ganz sicher, denn dann sind die drei noch immer sexy wie die All Saints und so musikalisch überzeugend wie Aliyah unter den Fittichen von Timbaland - der ihnen mal einen Beat schustern sollen



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