BEWERTEN
 

Kim Cascone

»Residualism«

[Ritornell / Efa / VÖ: 26.01.2001 ]

Text: Autor unbekannt

Wieviel Reduzierung geht noch? Es muss mal ausgesprochen werden: so ästhetisch reizvoll das CD-Design von Ritornell auch ist, so unpraktisch ist es für den Verbraucher. Durch die Reduzierung der Abweichung auf ein Minimum (Name und Titel) gleicht ein Werk dem anderen – und zynische Menschen würden dies auch vom Sound sagen. Nun, ich bin bekanntermaßen einer dieser Zyniker - nur weiß ich auch um die Komplexität der hier vertonten theoretischen Gedanken, um das Konzept hinter diesem Sublabel, und trotzdem wird man langsam, aber sicher nachdenklich, wer sich das noch alles anhören soll.
Cascone arbeitet sich an einem einzigen ewigen Track ab, driftet dabei zwischen Fieps- und Gluckergeräuschen, Sandsturm-artigen Frequenzorgien und digitalem Rauschen.

Das ist jetzt die Stelle, an der ich normalerweise mit dem schreiberischen Abdriften einsetze, aber nicht heute. Ich glaube, ich brauche eine Ritornell-Pause – als Schreiber, nicht als Hörer.



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