Weasel Walter, Jim O' Rourke & Fred Lonberg-Holm
»A Tribute To Masayuki Takayanagi«
Text: Autor unbekannt
Dem Mann, der Merzbow, Otomo Yoshihide und anderen japanischen Krachtypen Stachel der Inspiration war, der parallel zu und unabhängig von Keith Rowe das Gitarrenspiel um die Variante des Auf-dem-Tisch-liegend-zu-Bespielen erweiterte, ein Denkmal zu setzen, war Weasel Walter, Mastermind und Schlagzeuger der Flying Luttenbachers, ein Herzensanliegen, seit Jim O’Rourke ihm 1996 ein Tape mit dessen intensivem improvisierten Krach vorspielte.
Beide nahmen sich den umtriebigen Cellisten Fred Lonberg-Holm und spielten noch im selben Jahr eine halbstündige, hier dokumentierte Show mit frei improvisiertem, infernalischem Noise ein. Die für Walter allerdings das Potential noch nicht auszuschöpfen schien, weshalb im vergangenen Jahr weitere Sessions folgten und dem angestrebten Ergebnis näherkamen.
Titel wie “Endless Corridor Of Roasted Babies” oder “Triumph Of Death” gestatten den Schluss, dass es sich hierbei erstens wirklich um den von Walter als Motiv bezeichneten Spaß handelt, der zweitens nicht zuletzt der von Weasel Walter, bekanntlich der Ästhetik des Heavy Metal nicht abgeneigt, ist, hier natürlich kongenial ergänzt durch die in japanischen Noise-Kreisen ohnehin unumgängliche Dosis Martyrium. Dass wir den guten alten Jim O’Rourke, der hier als “Lycanthrovampyr” firmiert, allerdings noch mal in einer derart befreiten Manier auf der Gitarre lärmen hören dürfen, ist das eigentlich Überraschende an diesem Werk.
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