BEWERTEN
 

Plastilina Mosh

»Juan Manuel«

[Virgin / VÖ: 19.02.2001 ]

Text: Autor unbekannt

Mexiko scheint für Bands, die sich um musikalische und stilistische Grenzen nicht weiter scheren, ein idealer Nährboden zu ein. Das bewiesen zuletzt Titan, das beweisen jetzt wieder Plastilina Mosh. Auch wenn ihr Album recht konventionell beginnt, spätestens mit Beginn des zweiten Stücks wird klar: hier liegt eine Achterbahn vor dem Hörer, deren Kurven, Windungen und Loopings an keiner Stelle abzusehen sind. Alles, aber wirklich alles, was in den letzten 50 Jahren eine gewisse Relevanz in der Musikgeschichte hatte, wird von Plastilina Mosh aufgegriffen: da sind natürlich die deutlichen Latino-Einflüsse zu hören, dann aber auch Elektro, Jazz, HipHop und Easy Listening.

All das wird in einer unglaublichen Vollgas-Tour-de-force zu einem rasanten Cocktail gemixt, der einen am Ende so manchen Stückes schon schwindlig zurücklässt - nur um mit dem nächsten Stück und dem damit verbundenen Richtungswechsel weitere Verwirrung zu stiften. Dennoch - das Vergnügen ist ganz ohne Nebenwirkungen. Am Ende von “Juan Manuel” ist man ganz wunderbar durchgeschüttelt und erfrischt. Da kann man dann gleich wieder von vorne anfangen.



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