BEWERTEN
 

Mount Florida

»Arrived Phoenix«

[Matador / Zomba / VÖ: 23.10.2000 ]

Text: Autor unbekannt

Die Herren M. P. Lancaster und Twitch haben offensichtlich eine Menge Clubkultur er- und gelebt, um schließlich als Mount Florida ein gemeinsames Projekt zu gründen, dessen Debüt “Arrived Phoenix” nun vorliegt. Lancaster hat auf dem Label von Twitch veröffentlicht, welcher wiederum Soundtracks (z. B. “109”) komponierte, längere Zeit als DJ unterwegs war und den Pure Club in Edinburgh mitbegründete. Mount Florida haben hier schon recht dick mit Intro, Outro und einer Prise Pathos aufgetragen. “Arrived Phoenix” bekommt dabei aber die tanzflurige Kurve zu mehr als einem weiteren Album zwischen Pop und Dance, dessen Wurzeln im Dub zu liegen scheinen.

Letzteres bewog sie dann wohl auch, im Vorprogramm von Lee “Scratch” Perry aufzutreten. Aber Mount Florida lassen sich weder in minimalistische Fraktionen noch in die On-U Sound-Gruppe einordnen. Nix mit Schubladisierung. Tracks wie “Space, Echoes” oder “Ultimo” kommen schon sehr elektronisch, brechen kräftig und wechseln laufend die Rhythmen. Zudem erhalten viele der dreizehn Stücke durch den weiblichen Backgroundgesang einen zarten Pop-Appeal. Nur um dann wieder in Dub-Schleifen abzudriften und um bei “Celebration” letztlich in der Postrocky-Ecke zur Ruhe zu kommen. Eine verrückte Mischung aus Bombast, Rock, Pop, orchestralem Ambient und Dub, die eine Art Post-Dubby erzeugt, wie es ihn bisher noch nicht wirklich gab.



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