BEWERTEN
 

Nigo

»Ape Sounds«

[Mo'Wax / Connected / VÖ: 13.09.2002 ]

Text: Autor unbekannt

James Lavelle will seine Mo’Wax-Plattform wohl langsam zum Grand Royal Großbritanniens ausrichten. So kann man sich jedenfalls die Entwicklung des Labels erklären, die von Downbeat-Headz-Exkursionen in ein weites Feld von irgendwie hippen Musiken führte. Das brachte uns dann umwerfend Skurriles wie Sukia oder Überraschendes wie vor kurzem den schlicht-schönen Postrock von Tommy Guerrero. Und jetzt übt sich Lavelle auf einmal in ost-asiatischem Ultra-Eklektizismus und präsentiert uns Nigo: ein Aktivist und Katalysator, der, ähnlich wie Lavelle mit seinem Unkle-Projekt, einen Haufen Musiker versammelt und sie alle zu einem freigeistigen Projekt verschmilzt, dessen Ausläufer multidimensional in alle nur erdenklichen Musikbranchen vernetzt sind: von Martial-Arts-Hop (“Kung Fu Fightin’”, Maxi logischerweise mit Depth Charge-Rmx) und Sitar-Ambient über sommerfrischen Money Mark-Bluegrass mit ebenjenem und schmockigem Dub bis zu Indie-Geschrammel mit Ben Lee und lupenreinem Punk’n’Roll (“Jet Set”).

Und James Lavelle, Cornelius sowie die Major Force West Posse wirken auch noch mit - da ist für jeden etwas dabei. Das klingt zwar erst mal ziemlich willenlos, ist aber wirklich erheiternd und nett. Und dabei irgendwie typisch japanisch: alles Westliche in einen Topf werfen, durchquirlen und dann munter drauflos collagieren. Schön respektlos und abwechslungsreich.



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