BEWERTEN
 

Dry & Heavy

»Full Contact«

[Green Tea / EFA / VÖ: 31.08.2003 ]

Text: Autor unbekannt

Unglaublich darker und hypnotischer Reggae auf dem zweiten Album der Japaner. Ersteres liegt nicht zuletzt daran, dass Likkle Mai, wann immer sie singt, den waidwunden Elfenköniginnenblues gibt, der sich ausmacht wie eine Melange aus Beth Gibbons von Portishead und Kelly Dayton (ehedem bei den Sneaker Pimps), ohne dass es zu diesem charakterlosen weiblichen Ätherizitätsgedudel kommt, welches das TripHop-Grab schaufelte, als jener charts- und studentenkneipentauglich zu werden versuchte. Zweiteres - the hypnotic groove - ist Kind der perfekten Zusammenarbeit von Schlagzeug und Bass, wozu immer wieder diese wahnwitzig trippigen Hall- und Echoeffekte psychedelische Breschen in die Nacht schlagen (diese Musik ist auch des Nachts zu hören, auf Fahrten und Gängen, die ziellos zu sein haben).

Dezente, leicht angeschmutzte 70s-Gitarren, nicht unähnlich denen, die auf Isaac Hayes-Produkten zu hören sind, bloß ein bisschen weniger verhurt klingend, sorgen im Gegenzug für die nötige Erdenschwere. Ein feines Werk.



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