BEWERTEN
 

Pram

»Museum Of Imaginary Animals«

[Domino / Zomba / VÖ: 07.08.2000 ]

Text: Autor unbekannt

Wenn eine Band - wie auf dieser CD - ein Theremin in ihrem Instrumentarium hat, so ist das für mich schon Grund genug, sie bereits vor dem ersten Hören ins Herz zu schließen. Das herausragende Merkmal der Musik von Pram bleibt allerdings der weibliche, geradezu betörende Gesang - immer etwas daneben und deshalb so ungemein sympathisch. Man hat so das Gefühl, man würde die Nachbarstochter beim Singen im Garten belauschen. Daneben findet sich eine bunte Vielfalt akustischer Instrumente: Trompete, Flöte, Klarinette, ja, sogar die Zither ist dabei. Die Melodien sind eingängig, mal fernöstlich angehaucht, dann ein leichtes Exotica-Flair, darf’s auch etwas psychedelisch sein? All dies lenkt aber nie vom eigentlichen Stil der Band ab, der sehr verspielt und oft von einer unschuldigen Kinderliedhaftigkeit ist.

Nicht umsonst ist der Opener “The Owl Service” die Coverversion der Titelmelodie einer 70s-BBC-Kinderfernsehserie. Versponnen, verträumt, voller Samples, mal groovig, mal relaxt-instrumental ohne nennenswerten Groove. Dann wieder sparsame 70s-Billig-Elektronik, die sich stark an späte Krautrock-Elektro-Exzesse à la Neu! anlehnt. Noch mehr Namedropping? Stereolab. Das soll und muss aber reichen. Eine Platte, von der man sich gleichzeitig in die Kindheit und in Londoner Clubs entführen lassen kann.



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