BEWERTEN
 

Alexanders Dark Band

»Lord Calrec«

[DC / Efa]

Text: Autor unbekannt

Mit tief ins Gesicht gezogenem Hut reitet der schwarz Gekleidete in die von schlechter Musik verdorrte Stadt. Langsam schleppt er sich zum Tanzschuppen. Der Unheimliche betritt die Tanzfläche und drängt vor Furcht gelähmte Breakdancer beiseite. Nach ein paar vernichtenden Kung-Fu-Moves in Zeitlupe ergreifen die Deppen-DJs die Flucht. Ein tödlicher Kryptonitstrahl aus seinen Augen vernichtet die ganzen Pop-Schrott-Platten an der DJ-Kanzel. Das Publikum ist zerrissen zwischen Furcht und Freude. Denn er ist der “Strange Man”, der “Yeti Muncher”, “The Lost Dog”, von dem sie schon so viel erbarmungslos Großartiges gehört haben: Jonathan Saul Kane.

Der Mann hat ein Produktionshoch zur Zeit: Gerade noch mit Trashhop-Platten als Depth Charge in Erscheining getreten und Electro-Mayhem verbreitet als The Octagon Man - und jetzt nach “Beat Vortex” auch noch ein zweites Alexanders Dark Band-Album nachgeschoben. Kane lässt dabei etwas weniger Schnarz und Wumms wüten als noch beim Vorgänger. Stattdessen hat er viel Req und Dub und tranquilierende Drogen inhaliert. Da stolpern mutierte Geigen über Morricone-Landschaften, morphinös verschleppte Schepperbeats sammeln sich über dunkel dräuendem Bass, übersteuerte Bongobeats und Mülltonnen-Drums paaren sich in Einzelbild-Schaltung. Sehr visuell irgendwie. Platten wie diese retten Welten.



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