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Seksu Roba

»Seksu Roba«

[Crippled Dick Hot Wax / EFA / VÖ: 21.01.2004 ]

Text: Autor unbekannt

Kill all hippies? Oder lieber: Friede, Freude, Eierkuchen? Die Beantwortung dieser Frage und der damit verbundene Standpunkt sind entscheidend für die Rezeption des Debüts dieser japanisch-koreanischen Elektronik-Combo aus L.A. Die Rückbesinnung auf die die 70er Jahre beherrschenden Themen Sex, Drogen und Raumfahrt ist bei diesem Opus jedenfalls nicht zu überhören. Diese Selbsteinordnung in einen Retrokontext mag für einige immer noch ein riesiger Spaß sein, für andere ist es schlicht ein Graus, wenn 31 Jahre nach Woodstock (und nach der erfolgreichen Demontage des Nachfolgefestivals im letzten Jahr) immer noch alte Klischees bedient werden. All zu böse sollte man mit Seksu Roba aber nicht umgehen, denn ihr Album offenbart trotz allem zwei ausgesprochen sympathische Eigenschaften: eine gesunde Portion Ironie und die Fähigkeit, von Zeit zu Zeit richtig trippige, düstere Beatcollagen zusammenzubasteln.

Und somit reicht das Spektrum des Debüts von enervierenden Synth- und Gitarrensoli zu augenzwinkerndem Doris-Day-Pop zu Kopfnickerbeats zu 70s-Krimiserien-Soundtracks. Eine Herausforderung für Menschen mit gutem Geschmack und Prinzipien? Oder die Platte des Jahres für Leute, die sich aus beidem nichts machen? Die Antwort bleibt jedem selbst überlassen.



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