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Ovuca

»Onclements«

[Rephlex / EFA / VÖ: 01.09.2000 ]

Text: Autor unbekannt

Die spinnen, die Finnen: Pabbol Mosruttlos a.k.a. Aleksi Perälä a.k.a. Ovuca sperrt sich ganz gerne in seinen Sound-Keller ein, produziert massenhaft Tracks und zitiert bei der Vorbildfrage den griechischen Philosophen-Urvater Plato, der schon vor so einigen Jährchen davon sprach, dass alle Ideen schon da sind und nur neu verbunden und variiert werden. Zudem ist Peräläs jüngster Output “Onclements” eine doppelte CD mit bescheidenen 71 (!) Tracks. Von diesen wiederum sind etliche ohne Titel und hidden. Darunter traumhafte Breakbeat-Schmusetracks wie “Yarkface”, seltsam-schöne Downtempo-Dinger wie “Northern Comfort”, Bossa-Nova-betrunkene Tierchen wie “In Search For The Big Money” oder destruktive Electro-Schleudern wie der titellose Track 20 der ersten CD.

Ovuca würde nicht auf Rephlex veröffentlichen, wäre er nicht ein weiterer Digital-Maniac mit Affinität zu krachenden Aphex Twin-Referenzen. Manchmal hört sich Ovuca gar nach Ballertechno (“Turbulence From The Kitchen”) und den Kinderzimmer-verwüstenden Labelmates von Bodenständig 2000 an. Überdies sind bereits die Namen einiger Stücke ein Wegweiser in die durchgeknallte Klangfabrik dieses Finnen: “Rephlex Records”, “Jodemeister”, “Miumi Vice” oder “Sport Virus”. Ovuca hat den elektronischen Hang, sich vollkommen zu betrinken und dann die Schnittstellen warm laufen zu lassen. “Onclements” sind zwei Beat-geprägte Knaller, die einen nicht tanzen, sondern hüpfen lassen. Auf und ab, unaufhörlich.



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